9. Koblenzer HörDialog

 

 

Hören - ein Leben lang

Unter diesem Motto fand am 1. April 2009 der 9. Koblenzer HörDialog in der Rhein-Mosel-Halle, Koblenz, statt.

Ein mit hochkarätigen Referenten besetzes Vortragsprogramm informierte hörinteressierte Bürgerinnen und Bürger, aber auch HNO-Ärtze, Kinderärzte, Logopäden, Hörgeräteakustiker und andere Therapeuten umfassend über die Entwicklung des Gehörs vor der Geburt bis zur Notwendigkeit des guten Hörens im Alter.

Frau Dr. med. Schultz-Coulon Herr Prof. Dr. med. Jan Maurer Herr Manfred Schmitz

 

Frau Dr. med. Schultz-Coulon, Fach- ond Oberärtin für HNO, Phoniatrie und Pädaudiologie der HNO-Klinik, des kath. Klinikums Marienhof, Koblenz berichtet über die Entwicklung des Gehörs vor der Geburt bis zum Spracherwerb. Viele Zuhörer waren erstaunt über Tatsache, dass unser Gehör und die Hörbahnen erst nach ca. 15 Lebensjahren voll funktionsfähig sind.

Herr Prof. Dr. med. Götz Schade, von der HNO-Uni-Klinik in Bonn zeigte an plastischen Beispielen auf, welche gesetzlichen Vorschriften für ein frühzeitiges Hörscrenning bestehen. Gleichzeitig aber stellte er auch fest, dass die einheitlliche Bundesdatenbank aufgrund freiwilliger Beteiligung duchaus noch verbessungswürdig ist.

Frau Dipl.-Ing., Hörakustikermeisterin und Pädakustiker, Frau Siegrid Meier, Dozentin an der Akademie für Hörgeräteakustiker in Lübeck stellte die spezielle Versorgung von Kindern mit Hörsystemen dar. Sie ging nicht nur auf die besondere Art der Kinderversorgung in größeren Anpassräumen ein sondern präsentierte auch nützliche Zusatzgeräte.

In einem gemeinsamen Referat stellten Prof. Dr. med. Jan Maurer, Chefarzt der HNO-Klinik des Kath. Klinikums Marienhof in Koblenz und Frau Dr. Patricia Sandrieser Möglichkeiten einer Cochlearimplantation und deren Nachbetreuung vor. Betroffene fast ertaubte Kinder würden bereits wenige Monate nach der Geburt mit solchen Implantaten versorgt werden. Aber auch bei Menschen jenseits des achtzigsten Lebensjahres könnten Impalante noch sinnvoll sein.

Im Anschluß stellte Herr Prof. Dr.-Ing Uwe Baumann von der HNO-UNI-Klinik in Frankurt mit Möglichkeiten einer kombinierten Versorgung mit speziellen Cochlearimplantaten und Hörsystemen vor.

Schließlich wurde das Programm mit dem Vortrag beendet: „Die Versorgung mit modernen HörSystemen“ . ist Klein, Kleiner am Kleinsten wirkoich immer optimal? Der HörAkustikerMeister, PädAkustiker und Geschäftsführer des Hörstudio S in Koblenz und Neuwied, Robert Schmitz, zeigte an Hand von Bauformen und technischen Gegebenheiten moderner HörSysteme der führenden Hersteller die sinnvolle und optimale Versorgung von Menschen mit einem Hörhandicap auf.

Der 9. Koblenzer HörDialog ging mit großem Beifall der Anwesenden nach einer kurzen Diskussionsrunde pünktlich zu Ende. Alle anwesenden Ärzte, Therapeuten und HörAkustiker nutzen auch in diesem Jahr diese Veranstaltung als zertifizierte fachliche Fortbildung, welche mit jeweils 4 Fortbildungspunkten der Bezirksärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Audiologie und der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker belohnt wurde.

Gruppenfoto aller Referenten Von links nach rechts: Prof. Dr. Götz Schade, Prof. Dr. Jan Maurer, Dr. Katja Schultz-Coulon, Dipl-Ing. Siegried Meier, Manfred Schmitz, Prof. Dr. Uwe Baumann, Robert Schmitz

Gruppenbild Referenten